Was wird aus dem ehemaligen Bahnhofsgelände?

1898 wurde nach langen zähen Verhandlungen „Grünes Licht“ für den Bau der Lokalbahn Naila-Schwarzenbach a.Wald gegeben. Zumindest wurde vorerst ein Entwurf für diese Strecke erstellt.
Im Sommer 1907 konnte endlich mit dem Bau begonnen werden. Die Ansiedlung und der Bau der großen Fabrik (Weberei) erfolgte nur aufgrund der Eisenbahn und umgekehrt.

Historische Ansicht des Bahnhofsgeländes
Der Personen- und Güterverkehr wurde am 1. Juli 1910 freigegeben und florierte viele Jahrzehnte. Aber die Zeiten änderten sich.
Gemeinsam kämpften 1994 noch Kommunalpolitiker und Firmen um den Erhalt des für die hiesigen Unternehmen so wichtigen und notwendigen Güterverkehrs auf den Nebenstrecken im Landkreis Hof. Geholfen haben all diese Bemühungen und Eingaben leider gar nichts. Der Güterverkehr auf der Strecke Naila – Schwarzenbach a.Wald wurde am 25. September 1994 eingestellt.
Die endgültige Entscheidung zur Aufgabe der Strecke fiel Ende 1998.
Am 16. Oktober 1998 beschließt der Stadtrat im Rahmen der Städtebauförderung das gesamte Bahngelände von insgesamt 18.709 m² von der Deutschen Bahn AG zu erwerben. Das Wohnhaus Postplatz 5 befindet sich noch in Bahneigentum. Die alten Holzgebäude wurden nach und nach abgebrochen.

Wie soll das Areal in Zukunft genutzt werden, wollten die Mitglieder der CSU/ÜHL-Fraktion von Bürgermeister Reiner Feulner wissen. Dieser erwähnte, den Bau des neuen Netto-Marktes mit einer Grundstücksgröße von ca. 6500 m². Auf der verbleibenden Fläche wäre z. B. ausreichend Platz für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Über den Standort wurde bislang noch nicht beraten. Für den Radweg von Döbra kommend, der unmittelbar am Nettogebäude vorbeigeführt werden soll, hat die Stadt von der vor Jahren verkauften Fläche an die Raiffeisenbank wieder einen Streifen zurückgekauft.

Vor Jahren gab es eine Planung für einen Kindergarten und eine Veranstaltungshalle der Jesusgemeinde, die wieder verworfen wurde. Die hintere Fläche könnte auch als Grünfläche angelegt werden. „Ein Rastplatz für die Radfahrer wäre auch nicht schlecht“ so Thomas Hoffmann.