Geschichte vom Döbraberg

Die Stadtratsfraktion der CSU/ÜHL hatte zu einer Kulturführung hinauf zum Döbraberg eingeladen und viele Interessierte waren gekommen. Auf dem Plateau begrüßte Vorsitzende Bianka Klein über 60 Teilnehmer und dankte dem Referenten Dieter Pfefferkorn schon vorab für seine Erklärungen.

Auf der höchsten Bergspitze des Frankenwaldes mit knapp achthundert Meter Höhe umstrahlt von herrlichem Sonnenschein schilderte der Altbürgermeister die Besiedlungsgeschichte der Nordwaldgegend, wobei er auf Niederschriften in der „Fredegar-Chronik und schriftlichen Hinweisen des Sachsenführers Widukind“ hinwies. Zwei Volksschauspiele –die „Döbra-Mär“ und „Um den Döbra“ berichten aus der Siedlungsgeschichte und der umfangreichen Sagenwelt um dieses Massiv, welches vor Millionen von Jahren tausende von Metern Höhe hatte. Erzabbau, Wald und Landwirtschaft wie auch heute noch sichtbare Steinbrüche haben die Besiedlungsmöglichkeit unterstützt.

Mit Bauten wie dem „Preußenturm“, dem Observationshaus, Vermessungsturm und erstem Holzaussichtsturm, alles noch vor dem Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, ist heute der 18 Meter hohe „Prinz Luitpold Turm“ als einzige Freizeiteinrichtung sichtbar. Nächstes Jahr kann das 125-jährige Bestehen gefeiert werden. Bisher nicht nachgewiesen ist, so der Referent, der auch Kulturwart des hiesigen Frankenwaldvereins ist, ob hier, wie die Sagenwelt berichtet, ein Schloss oder eine Burg stand, wo Mensch und Tier bei Gefahr Zuflucht finden konnten. Dass aber eine Verteidigungsanlage auch heute noch der Sicherheit von uns allen dient und hier steht, ist von weit und nah sichtbar. Chronisten sprechen und schreiben vom Kultberg Culm/Döbraberg mit seinem riesigen Plateau, welches bei stattfindenden Großveranstaltungen bis weit über 10.000 Menschen Platz bot. Pfefferkorn zeigte dies auch anhand von Fotos. Einer der meist gemalten oder festgehaltenen Ausblicke in die Landschaft des Frankenwaldes ist bei der Bergwachthütte an der ehemaligen FIS-Skiabfahrt an der Südwestseite dieses Berges.

Wir leben hier – so die Behauptung des Referenten – im schönsten, nicht überlaufenen und damit erholsamsten Mittelgebirge Bayerns.